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4 Tage ist das Spiel nun alt und man wundert sich, was in den letzten (angeblichen) sechs Jahren Entwicklung geschehen ist. Da sind Autos deren Texturen noch aus PS2-Zeiten stammen (womöglich nur ein Bug) und Online-Features, die angekündigt worden sind und bei Release noch nicht im Spiel waren. Und bis heute noch nicht wirklich sind. Man munkelt, dass die ewige Release-Verschiebung gegen Anfang/Mitte des Jahres nur dem Online-Modus geschuldet ist. Gerüchte sagen, dass Yamauchi GT5 ohne Online-Modi auf den Markt bringen wollte und Sony aber darauf bestanden hat. Also zurückblickend ist irgendwie bei dem Spiel gar nichts passiert, außer dass viele Fans ziemlich frustriert sind. Jeder aus anderen Gründen. Hier mein Fazit, wieso ich von GT5 frustriert bin und es aber dennoch spiele:
Online Leaderboards:
Ranglisten, mit denen man sich gegen andere messen kann, gab es noch bei Gran Turismo 5 Prologue. Bei Gran Turismo 5 Fehlanzeige. Wurde einfach heraus genommen. Yamauchi merkte zwar an, dass dieses Feature noch nachgereicht werde. Wann, steht aber bisher in den Sternen. Für mich als Sim-Racer ein “Mega-Fail”. GT5P und GT4 habe ich nur wegen Rundenzeiten gespielt. Die Online-Funktionalität war die Rettung der Serie in meinen Augen. Denn früher konnte man nur mit Photos seine Zeiten ins Internet stellen. Aber in der Zeit von GT5 funktioniert das (auch) erst einmal wieder “Old-School”.
Gran Turismo Anywhere:
Der B-Spec Modus? Hat den überhaupt jemand jemals gespielt? Viel zu langweilig und unnötig. Minuten lang zuschauen wie ein KI gesteuerter Fahrer im Kreis fährt? Man konnte bisher nur Kommandos zum Beschleunigen und Überholen geben. Das war schon alles. In GT5 wurde der B-Spec-Modus komplett überarbeitet! Achja? Merke ich nichts davon. Langweile steht diesem Modus immer noch auf das Plakat geschrieben. Und der eigentliche interessante Teil – die Möglichkeit den B-Spec Modus vom PC aus zu steuern – ist, und jetzt ratet mal, noch nicht implementiert! Auch das war ein Feature das schon vor Monaten auf Amazon und der offiziellen GT5-Seite angekündigt wurde. Lächerlich, traurig und erbärmlich.
Ladezeiten
OK, das ist jetzt nicht so schlimm. Bis ein Rennen startet kann man schon gerne warten. Was aber nervig ist, ist die Menüführung und das ständige Warten bis man wieder da angelangt ist, wo man eigentlich hin wollte. Und noch nerviger: Wenn man ein Rennen absolviert hat, kann man es nicht noch einmal starten. Zum Beispiel, um seine Platzierung zu verbessern. Nein! – Man muss aus dem Rennen raus gehen und es noch einmal Starten, inkl. der ganzen (langen) Ladezeit. Genial… Nicht nur, dass es nervig ist, sondern auch eine große Hürde im Verdienen von Credits (CR). Denn oft muss man bei GT-Spielen ein Rennen des öfteren absolvieren, bis man wieder genug Kohle hat, um ein neues Auto zu kaufen. Oder wenn es nur darum geht den ersten Platz zu erreichen. Jaja, bei Polyphony hat man es sogar geschafft das Spiel an etlichen Stellen schlechter zu machen als GT4 und GT5P.
Special Events:
Hier gibt es nur wenig zu bemängeln. Nette Events. Genauso schwer wie die Fahrerlizenzen und sie geben eine Menge Kohle. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad etwas rätselhaft. Probiert einfach mal das Volkswagen Camper Rennen aus… ihr werdet fluchen! Das hat nichts mit “Anfänger” zu tun. (Die Go-Kart Rennen sind witziger als gedacht. Nur mal so als positiven Aspekt angemerkt.)
Fazit: Gran Turismo 5 sollte zu diesem Zeitpunkt als “Gran Turismo 5 Prologue 2″ bezeichnet werden. Und nach dieser Release-Schlappe, bezweifle ich, dass es jemals ein Gran Turismo 6 geben wird. Man kann nur hoffen, dass Polyphony per Nacharbeit und ein Dutzend Patches das Spiel noch interessant macht und vor allem die Features implementiert, die anfangs versprochen waren.
(das waren lediglich Punkte, die mich persönlich besonders ärgern).
Auf Amazon ist GT5 übrigens wieder erhältlich, nachdem es kurzzeitig ausverkauft war. Mit der kostenlosen Prime-Probe-Mitgliedschaft vor Weihnachten könnt’ ihr es auch schon morgen zustellen lassen
Link: http://amzn.to/dNAZN3
Und kommende Woche werde ich über das Logitech Driving Force GT berichten, welches allerdings bei Amazon derzeit vergriffen ist und nur für Wucherpreise zu haben ist: http://amzn.to/dWaVpp
Wie viele Jahre hat es nun gedauert, bis der lang ersehnte Nachfolger der Gran Turismo Reihe den deutschen Markt erreicht? Fünf oder sechs Jahre müssten es sein! Die einen meinen, der neueste Teil wird eine Nullnummer und die anderen (so wie ich auch) erhoffen sich ein Rennerlebnis erster Güte. Obwohl man wohl in einigen Aspekten enttäuscht sein wird. Das wage ich jetzt schon zu behaupten. Da wären die Anzahl der Autos, die sich kaum von GT4 unterscheiden und auch ein paar Gameplay Aspekte wie z.B. die Unterscheidung von Premiumautos und Standardautos. Alles nicht so schlimm. Der Vorteil der Next-Gen-Version ist definitiv die Konnektivität. Endlich hat man die Möglichkeit sich mit Freunden zu messen und auch gegen Unbekannte internationale Rennen auszutragen. Wie umständlich war es noch auf der PS2… einst habe ich mit einem Freund auf Suzuka Zeitrennen veranstaltet, obwohl dieser besagte Freund aus dem Norden Deutschlands kam und ich aus dem tiefen Süden. Die Zeiten wurden einfach auf Papier (bzw. Email gab es damals schon) und dem anderen “einfach so” übermittelt. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus.
Der Punkt ist diese unendliche Ungeduld, die mich die vergangenen Tage verfolgt. Jahrelang hat mich Gran Turismo kein bisschen interessiert. Vermutlich aus Gründen des Selbstschutzes. Und nun lese ich gestern, dass die ersten Online-Händler das Spiel schon verschickt haben und heute haben deren Kunden auch schon das Spiel in Händen. Und genau an dem Punkt werde ich nervös, aggressiv oder was auch immer. Amazon, Media Markt und Saturn halten sich wie (fast) immer an den offiziellen Termin. Bei Amazon wird vermutlich am Dienstag verschickt und die Media Saturn Märkte werden ab Mittwoch das Spiel in den Regalen stehen haben. Gerade die “Großen” trauen sich selten gegen die Veröffentlichungstermine zu verstoßen. Ich gönne es den “Kleinen” ja, aber ich fühle mich gerade benachteiligt.
Diese ganzen Sperrfristen sind doch lächerlich. Eigentlich sollen die davor schützen, dass Händler das Spiel verkaufen, nur weil sie die Lieferung früher bekommen haben. Und das ist ja auch vernünftig. Ab und zu wird dann früher verkauft. Das kann zwei Gründe haben: 1. Ein großer Markt hat gegen den Termin verstoßen und auf einmal ziehen alle nach, um nicht Kunden zu verlieren. Bestraft wird meines Wissens dann nur der erste Verstoß. 2. Irgendeine Institution, Sony oder der Distributor, geben das OK für einen verfrühten Verkauf. Letzteres wird wahrscheinlich dann geschehen, wenn alle Lieferungen getätigt worden sind und alle Wettbewerber dann die gleiche Chance haben.
Aber wie gesagt, diese Sperrfristen sind lächerlich, wenn manche Händler sich nicht daran halten und ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen da härter durchgreifen. Zum einem um den Wettbewerb einfach gerecht zu gestalten und auch dem Laden hier um die Ecke die Möglichkeit zu geben vom Kuchen etwas abzubekommen und zum anderen, weil ich mich dann einfach gerecht behandelt fühlen würde *mimimi*
Die “Ratio” sollte siegen und das Wochenende sollte einfach anders gestaltet werden, als was sich die “Irratio” momentan einbildet.
Das Internet sollte nicht nur kostenlos sein. Jeder, der einen qualitativ hochwertigen Beitrag in die unüberschaubare Wolke von Informationen stellt, sollte dafür auch belohnt werden. Zu oft wird Schund verbreitet. Und die Selektion wird zunehmend schwerer. Aber ein entscheidendes Problem, mit dem sich auch renommierte Tageszeitungen auseinander setzen, ist die Tatsache, dass in den Anfängen des Internets eine “Ich bin doch nicht blöd”-Mentalität entstanden ist. Keiner will für etwas bezahlen, was im Netz zur Verfügung gestellt wird. Das geht über den illegalen Download von Musik und Filmen bis hin zur einfachen Informations-Beschaffung. Große Tageszeitungen müssen auf diesen Zug aufspringen und ihre Inhalte auch kostenlos im Internet zur Verfügung stellen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Ehre, dem Ehre gebührt
Richtig Geld machen kann man nur mit exklusiven Informationen. Solche, die nicht direkt verbreitet werden. Beispielsweise sekundengenaue Börsennachrichten. Anbieter solcher Seiten lassen sich diesen Service bezahlen. Oder auch Realtime-Börsenkurse (wobei auch diese schon kostenlos im Internet abrufbar sind). Dann sind da die bereits erwähnten Tageszeitungen, die ihren Umsatz durch Werbung und den Verkauf der gedruckten Auflage machen. Wobei letzteres fast nur noch die Kosten und den Vertrieb deckt. So kam es auch, dass die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren schwer gelitten hat und nur durch einen Investor am Leben erhalten werden konnte. Dabei ist die SZ eines der Tagesblätter mit einer der höchsten Auflagen Deutschlands.
Ich finde es ist Zeit das Bewusstsein im Internet zu verändern. Den Menschen deutlich zu machen, dass man für etwas “Gutes” auch mal eine Gegenleistung bringen muss. Mein Blog ist freilich keine große Bereicherung für das Internet. Ich blogge über Spiele und irgend einen technischen Krams. Man macht es zum Spaß, aber man hat mit einer zunehmenden Anzahl von Beiträgen auch viel Zeit investiert, die meiner Meinung nicht ausreichend Respekt bekommt. So habe ich bspw. eine damals einzigartige Anleitung geschrieben, mit der man seinen Linux Rechner über VDSL ans Internet hängen konnte. Schnell war diese Information auf vielen Seiten verbreitet. Als Dank wurde teilweise ein Link zu meiner Seite gesetzt und manche haben es einfach stillschweigend kopiert. Es frustriert, wenn man eine kreative Arbeit dem Internet kostenlos zur Verfügung stellt und die Früchte (der Ruhm) von anderen einfach kopiert wird. Ein (PayPal-) Spendenknopf hat auf meiner Seite auch keinen Erfolg gehabt. Einzig und allein das Bewerben von Videospielen (über Amazon) hat mir in den letzten Jahren eine kleine Aufwandsentschädigung generiert. Aber bei weitem nicht genug, um überhaupt die Server-Kosten zu decken.
Man darf den Faktor Spaß nicht vergessen: Es gibt fleißige Blogger im Netz, die viel Arbeit und Gehirnschmalz in ihre Beiträge stecken. Beispielsweise Besim mit seinem Blog [1]. Er ist ein gutes Beispiel für qualitative Beiträge zu aktuellen Geschehnissen und anderen technischen Spielereien. Und er gehört sicher zur Oberklasse der Blogosphäre. Seine Motive kenne ich nicht, aber ich kann sie erahnen. Zum eine der Spaß an der Sache und zum anderen – aus psychologischer Sicht – an der Gestaltung dieser Welt teilzuhaben.
Es ist Zeit Qualität zu honorieren. Und allein schon aus Respekt und Gründen des Fairplays eine kleine Gegenleistung dem Urheber zukommen zu lassen, der es verdient hat. Mit der erwähnten Anleitung zum Thema VDSL unter Linux habe ich tausende von Besuchern angezogen. Und von diesen Besuchern haben sicher ein großer Teil die Lösung zu ihrem Problem gefunden. Man denke wie viel Zeit ich diesen Menschen erspart habe. Da wäre es doch nur gerecht sich dafür zu bedanken. Ein kleiner Kommentar freut jeden Autor. Ein kleine Spende noch viel mehr. Und hier kommt Flattr [3] ins Spiel.
Flattr ist ein (Micro-) Social-Payment-Service [2], der es jedem ermöglicht eine kleine Spende zu geben und auch zu erhalten. Das Prinzip ist einfach: Als User hat man ein Konto bei Flattr. Auf dieses überweist man monatlich ein kleines Budget (per PayPayl oder KK). Beispielsweise 2 Euro. Auf Seiten, die an das Flattr-System angeschlossen sind, gibt es dann einen Button. Gefällt einem der Beitrag, bedankt man sich, indem man auf den Flattr-Knopf drückt. Am Ende des Monats habe ich bspw. 10 Klicks verteilt. Sodann werden die 2 Euro durch 10 geteilt und jedem Autor, dem ich eine Micro-Spende zukommen lassen wollte, dieser kleine Beitrag auf seinem Konto gut geschrieben.
Das Prinzip ist denkbar einfach. Hinter dem Danke-Button steckt ein kleiner monetärer Betrag. Jedoch gibt es aus meiner Sicht ein paar Probleme:
Deshalb stellt sich die Frage, ob diese Idee überleben kann. Vielleicht überlebt sie innerhalb der Blogosphäre, aber langfristigen Erfolg wird dieses System nur haben, wenn jeder Flattr nutzt. Oder zumindest ein großer Teil. Und da man den Otto-Normal-Noob niemals zur Nutzung von Flattr bringen wird, wird dieses System eine kleine, schöne und gut gemeinte Oase im kostenlos Äther bleiben. Stefan Niggemeier kommt zu ähnlichen Schlüssen und hält die Idee zwar gut, aber für fragwürdig in der Umsetzung und im Fortbestand [4]
Die einzige Idee, die ich zum Voranbringen dieser Idee hätte, wäre die Verpflichtung zur Spende, wenn man bspw. einen ganzen Beitrag lesen möchte. Da sind wir dann aber wieder bei Umsetzungen, die auch Tageszeitungen verfolgen. Allein die zentrale Lösung hätte einen Vorteil gegenüber den aktuell bestehenden Insel-Lösungen bzgl. des Bezahlsystems von Informationsseiten. Allerdings hätte die Zeitung dann keine Garantie einen festen Betrag zu bekommen, da ein Klick 0,01 Euro wert sein kann, aber auch 1,00 Euro. Je nachdem wie viele Flattr-Spenden der Benutzer im Monat verteilt.
Was haltet Ihr von Flattr? Ich würde mich über Kommentare oder Micro-Spenden freuen
[1] http://blog.netplanet.org/
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Flattr
[3] https://flattr.com/
[4] http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flattr/
Es gibt Zeiten, da braucht man Veränderung. Und mein schön gestaltetes altes Design konnte ich heute nicht mehr ertragen. Grund dafür waren auch die etwas schwerfälligen Ladezeiten. Freilich hatte ich das alte Theme nicht allein erstellt. Lediglich modifziert. Und selbst das hat mich sehr viel Zeit gekostet. Mit dem neuen Theme gehe ich wieder zu den Wurzeln meines Blogs. Übersichtlich und konservativ. Die einzige Java-Krücke ist nun der neue Flattr-Button, welcher auch Ausschlag dafür war, ein neues Design aufzusetzen.
Flattr [1] verfolgt eine interessante Idee: Die Micro-Payments. Mit wenigen Worten lässt sich Flattr als Bewertungs- und Vergütungsplattform bezeichnen. Ich als User kann mein Konto mit einem kleinen Geldbetrag aufladen (jeden Monat). Wenn ich einen interessanten Beitrag sehe, drücke ich auf den Flattr-Button und bedanke mich für den Beitrag. Am Ende des Monats wird mein monatliches Budget (bspw. ein Euro) auf alle Klicks, die ich getätigt habe, aufgeteilt. Habe ich bspw. 1 Euro in meinem Monatsbudget und “bedanke” mich für 10 Beiträge, so bekommt der Urheber des Beitrags für jeden Klick 0,10 Euro von mir. Hier ein kleines Video (auf Englisch) zu Flattr:
Das ist unter anderem ein Grund für das neue Design. Denn nur hier habe ich den Button vernünftig einbinden können
Wenn ihr mich fragt, denke ich, dass Flattr (sehr) großes Entwicklungspotential hat. Jetzt ist es leider so, dass man vermutlich sehr viele “Klicks” braucht, um von dem Kuchen etwas abzubekommen. Aber bei großer Verbreitung und Nutzungsintensität, könnte das sich vielleicht für jeden lohnen. Selbst die Integration für Twitter und Facebook ist gegeben. Schaut es euch mal an. Vielleicht habt ihr Spaß daran.
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